Arbeitskräfteüberlasser

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Brauchen wir Arbeitskräfteüberlasser, um arbeiten zu dürfen?

Die derzeitige Praxis der (Zwangs-) Anstellungen von bisher jahrzehntelang selbstständigen Dienstleistern über Arbeitskräfteüberlasser (AKÜ´s) muss in Frage gestellt werden. Medienschaffende werden teilweise alternativlos mit zweifelhaften Verträgen zur Beschäftigung über AKÜ´s gezwungen. Dabei werden Grundrechte eines gesetzeskonform angestellten Mitarbeiters mitunter übergangen, KV-Entlohnungen ignoriert und einseitig neu „verhandelt“.

Die Schutzbedürftigkeit wird immer wieder als Motiv für eine Einordnung in die Unselbstständigkeit strapaziert. Die derzeitige Praxis wird sicher nicht zu einem erhöhten Schutz der Dienstleister in diesem Bereich beitragen.

Bereits jetzt gibt es zahlreiche Meldungen von Kollegen über Probleme bei den Krankmeldungen (Inanspruchnahme von GKK Leistungen), fehlendem Arbeitslosengeld-Anspruch bei einer parallelen SVA Versicherung, sowie Zweifel an den festgestellten Bemessungsgrundlagen usw.

TVnet Austria vertritt die Meinung, dass externe Arbeitskräfte, die im Rahmen eines Dienstverhältnisses zu beschäftigen sind, direkt beim Beschäftiger (Sender, Produzent) anzustellen sind.

Zur weiteren Information: Während der Überlassung muss ein gegebenenfalls höherer Lohn laut Beschäftiger-Kollektivvertrag bezahlt werden. Genau das schreibt das Gesetz auch vor.

Kollektivvertrag Arbeitskräfteüberlassung