Verhandlungsstatus WGKK

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Verhandlungsstatus WGKK

Seit vielen Monaten befinden wir uns in Verhandlungen mit der WGKK zur Situation der Selbstständigen im TV-Bereich. Zuletzt wurde intensiv an einem Arbeitspapier gefeilt, das als Kriterienkatalog zur Unterscheidung der Arbeitsverhältnisse dienen sollte.

Bei dem letzten großen Meeting am 8.11. wurden wir mit einer Bewertung durch die WGKK konfrontiert, die eher in Richtung Dienstnehmereigenschaften geht. Derzeit sind wir dabei, die Widersprüche in der Bewertung der Kriterien durch die WGKK zu bearbeiten und aufzuzeigen.

Wir wollen und werden uns nicht gefallen lassen, daß seit Jahren und Jahrzehnten erfolgreiche Unternehmer in eine tageweise Zwangsanstellung getrieben werden! Dies würde nicht nur einer Zerstörung des Unternehmertums  in der TV-Branche gleichkommen, auch soziale Absicherung, Ansprüche bezüglich Pensionszeiten und Leistungen im Krankheitsfall etc. sind vollkommen unklar. Das Einzige, was uns sicher bleiben würde: das unternehmerische Risiko! Weil uns auch weiterhin niemand unsere Auslastung garantieren will und kann!

Darüber hinaus werden wir jetzt unsere Medien- und Lobbyingarbeit wieder verstärken. Bisher haben wir den Fokus auf konstruktive Gespräche gelegt und uns deshalb in der Öffentlichkeitsarbeit eher zurückgehalten. Damit ist jetzt Schluss.

Siehe:  Kurierartikel-Selbstständigkeit-bitte warten?

Grundsätzlich wollen wir, dass die Gespräche weitergehen. Die politische Situation lässt schon in Ansätzen erkennen, dass es Bewegung in unsere Richtung gibt. (Stichwort: Einigung beim Forum Alpbach – angedachte Vorabprüfungen, unabhängige Schlichtungsstelle)

Siehe: Salzburger Nachrichten

Die GKK in Wien nimmt derzeit eine andere Beurteilung als andere Kassen in den Bundesländern vor. Die Kriterien werden dabei völlig unterschiedlich ausgelegt. Es stellt sich die Frage, warum die WGKK in dieser Angelegenheit derart willkürlich vorgehen muss. Es gäbe durchaus Möglichkeiten – auch bei der derzeit bestehende Gesetzeslage – einen gewissen Interpretationsspielraum auszunutzen, um uns entgegen zu kommen.

In Oberösterreich gibt es bereits seit Monaten einen Pakt zwischen der OÖGKK und der Wirtschaftskammer OÖ, die eine friedliche Koexistenz ermöglicht. Warum ist diese Regelung nicht auch in Wien möglich?

Wir vermissen das Engagement unserer zuständigen Interessensvertretung der Wirtschaftskammer Wien. Seit Jahren bemühen sie sich angeblich in der Angelegenheit, für die EPU´s haben sie aber bisher absolut nichts erreicht.

Wir führen die Gespräche weiter. Infos und Updates an dieser Stelle und auf Facebook.

 

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